Die Wahrheit über Sport 

Was haben die Bewohner eines japanisches Dorfes auf Okinawa und mein Vater gemeinsam? Und was hat das mit Dir zu tun?

Ich erkläre es Dir gleich! 😉

Sport und Bewegung hält uns gesund und aktiv. Hier sind wir uns alle einig, oder?

Warum fehlt es uns dann doch so oft an der Motivation, eine regelmäßige Bewegungs-Routine zu entwickeln?

Ich verrate Dir meinen Grund.

Und vielleicht trifft das ja auch ein wenig auf Dich zu.

Bis vor meiner Diagnose hatte ich keine tägliche Sportroutine.

Ich ging einmal pro Woche zum Yoga (wenn ich gerade einmal Lust dazu hatte) und ab und zu ging ich joggen.

All meine sportlichen Aktivitäten waren eher unregelmäßig, und es kostete mich immer viel Kraft, mich zum Sport zu zwingen.
Wenn ich schon dabei war, fühlte sich das natürlich sehr gut an.
Aber erstmal damit anzufangen, war immer sehr mühsam.

Und hier ist warum:

Ich dachte immer, dass ich mindestens 30-60 Minuten pro Einheit brauche, um “richtig” Sport zu machen.

Alles andere bringt nichts und ist nur lächerlich.

Und für solche lange Einheiten fand ich einfach selten Zeit (oder nahm ich mir dafür nicht die Zeit).

Was sagt die Wissenschaft dazu?
(Du weißt sicherlich bereits, dass ich mich immer von den empirischen Studien inspirieren mag! 😉)

Viele Studien belegen: Um eine neue Gewohnheit zu entwickeln, ist eine Regelmäßigkeit erforderlich.

Das heißt, es ist einfacher, eine neue Gewohnheit zu entwickeln, wenn das gewünschte Verhalten jeden Tag geübt wird, anstatt, sagen wir, ein paar Mal pro Woche.

Und genau das war mein Problem: Alle paar Tage zu trainieren führte einfach nicht dazu, eine nachhaltige Routine zu entwickeln.

Fakt ist: Es ist einfacher, jeden Tag ein bisschen Sport zu machen (auch wenn nur ein paar Minuten) als alle paar Tage etwas mehr.

(Verstehe mich nicht falsch: Wenn Du ein paar Mal pro Woche Sport machst, das ist wunderbar! 😀)

An dieser Stelle muss ich an meinen Vater denken.

Er ist 74 Jahre alt, und er hat seit vielen Jahren eine tägliche Bewegungs-Routine.

Immer wieder, wenn ich ihn bei seiner Routine beobachtete, musste ich schmunzeln.

Weil das, was er machte, echt sehr einfach war. (Das dachte ich zumindest damals)

Nach dem Aufstehen macht mein Vater immer ein paar Kniebeugen, dehnt sich und macht dann noch ein paar Übungen mit leichten Gewichten.

Alles dauert nicht länger als 5 Minuten.

Aber er macht das jeden Tag.

Ohne Ausnahme.

Und danach bleibt er tagsüber einfach in Bewegung.

Er geht Holz hacken, Pilze sammeln oder fährt mit dem Fahrrad, um etwas aus dem Laden zu holen.

Er lacht auch sehr viel.

Und er bleibt für seinen Alter sehr beweglich und fit.

Hier ist mein Vater mit meinem Sohn bei unserem Ausflug in die Berge:

Weniger ist öfters mehr.

Und hier noch ein Beispiel:

Ich habe vor Kurzem ein sehr inspirierendes Buch über die Geheimnisse der ältesten Menschen der Welt gelesen.

Stell Dir diesen Ort vor: Okinawa Insel, Japan, das kleine Dorf Ogimi.

Hier leben weltweit die meisten Hundertjährigen.

Die Bewohner von Ogimi treiben so gut wie keinen Sport.

Echt??!

Sie machen aber jeden Tag, ohne Ausnahme, eine kleine Morgen-Gymnastik: 3-Minuten-Workout unter dem Namen: Radio-Taiso*.

Und danach bleiben sie den ganzen Tag in Bewegung.

Sie pflegen ihre Obst- und Gemüsegärten, besuchen ihre Nachbarn oder treffen sich in Gemeinschaftszentren, wo an unterschiedlichen Projekten gearbeitet wird.

Sie bleiben in einer entspannten Bewegung.

Entspannte Bewegung bedeutet: Sie hetzen nicht von einem Termin zu dem anderen, sondern bleiben präsent bei jeder Tätigkeit und bleiben gelassen beschäftigt.

Und irgendwie lebt mein Vater genauso wie die Einwohner von Ogimi. 😉

Lass dich also nicht verunsichern, wenn Du keine durchgestylte Sport-Routine hast und auf Deinem Programm nicht ein paar Mal in der Woche ein “richtiges” Workout steht.

Entwickle stattdessen eine kleine tägliche Bewegungs-Routine für Dich, auch wenn es nur ein paar Minuten sind.

Wie die Okinawaner oder mein Vater. 😀

Wichtig ist, dass Du es täglich machst.

Nach einigen Tagen wirst Du merken, dass Du Dich an Deine Gymnastik-Routine langsam gewöhnst und Dich sogar auf sie freust (und darum geht es!).

Mein Wunsch für Dich ist, dass Deine Bewegungs-Routine eine Kraftquelle für Dich ist, und nicht einfach noch ein Punkt auf Deiner To-Do Liste, die Du machen musst, damit Du gesund bleibst.

Ich wünsche Dir, dass Deine Bewegungs-Routine irgendwann so selbstverständlich für Dich wird wie das Zähneputzen.

Dass Du es einfach machst, weil es Dir Freude bereitet.

Und diese Strategie kann Dir dabei helfen.

Daher fange einfach klein an.

Schon ein paar Minuten am Tag bringen Deinen Körper in Schwung!

Springe ein paar Minuten auf dem Trampolin.

Oder mache 5 Sonnengrüße aus dem Yoga.

Oder tanze zu Deiner Lieblingsmusik.

Oder mache einfach ein paar Kniebeugen und dehne Dich ein bisschen.

Und dann bleibe tagsüber in entspannter Bewegung.
(natürlich nur so viel, wie es für Dich möglich ist)

Wähle die Treppe statt des Aufzugs.

Fahre mit dem Fahrrad zum Einkaufen, statt mit dem Auto.

Pflege Deinen Garten.

Bewege dich so, dass es Dir Spaß macht.

Weniger ist öfters mehr.

Ganz liebe und lachende Grüße,

Gosia

Aktiviere Dein Immunsystem und transformiere Deine Ängste in meinen Workshop “Angstfrei leben”! 🙂

Keine Kommentare

Was denkst du darüber? Hinterlasse einen Kommentar!